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assit-forum Intensiv-Seminar [ 4. Aktualisierte Neuauflage ]


Versicherungsbilanzen
[Rechnungslegung nach HGB, US-GAAP und IFRS und Jahresabschlussanalyse]

Jetzt noch mehr Praxisbeispiele!

Die Rechnungslegung ist eine der größten Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft. Die Vorgabe der EU, dass kapitalmarktorientierte Unternehmen bereits seit 2005 einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufstellen müssen, lässt jetzt die ersten Praxisberichte von Umsetzungserfahrungen zu. Solvency II und die Bemühungen der Vereinheitlichung von interner und externer Rechnungslegung verstärken den Trend zur inter­nationalen Rechnungslegung noch. Jedoch wird auch die Rechnungslegung nach HGB auf absehbare Zeit ihre Bedeutung behalten, da sich Aspekte wie Gewinnausschüttung, Steuerbemessung und die aufsichtsrechtlich motivierte Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer nach wie vor an den handelsrechtlichen Abschlüssen orientieren.

Das Intensiv-Seminar gibt Ihnen aufgrund seines modularen Aufbaues die Möglichkeit, die genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Inhalte auszuwählen und miteinander zu kombinieren.

Modul 1: Einführung in die Versicherungsbilanzierung
Schafft für Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen in der Bilanzierung und/oder im Versicherungsgeschäft die Voraussetzungen für den Besuch der Module 2 und 3.

Modul 2: Internationale Versicherungsbilanzierung
Hier werden über zwei Tage die für Versicherungsunternehmen relevanten Bilanzierungsnormen HGB, IFRS und US-GAAP intensiv diskutiert und durch zahlreiche Praxisbeispiele dokumentiert.

Modul 3: Jahresabschlussanalyse
Schlägt den Bogen von der externen Rechnungslegung zur ökonomischen Perspektive. Dabei werden die Möglichkeiten der Bilanzanalyse und der Nutzung der Bilanzdaten zur internen Steuerung auf Risikokapitalbasis vorgestellt sowie die Praxis der Bilanzanalyse in Fallstudien dargestellt.


Dieses Intensiv-Seminar ist konzipiert für:
Aus Erst- und Rückversicherungsunternehmen Leiter und Mitarbeiter der Bereiche:
• Aktuariat/Versicherungsmathematik
• Berichtswesen
• Controlling
• Corporate Finance
• Finanzen
• Internationale Rechnungslegung
• Investor Relations
• Konzernrechnungslegung
• M&A
• Rechnungswesen
sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Banken, Rechtsanwälte und Beratungsgesellschaften.


Modul 1: Einführung in die Versicherungsbilanzierung

[ 9.00 – 9.30 ]
Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Seminarunterlagen

[ 9.30 – 10.00 ]
Eröffnung durch den Seminarleiter
Begrüßung, Zielsetzung, Vorstellungsrunde
Prof. Dr. Elmar Helten, Bayerisches Finanz Zentrum, München

Einführung in die Versicherungsbilanzierung

[ 10.00 –11.15 ]
Grundlagen des Versicherungsgeschäfts
• Funktionsweise der Versicherung
• Definition von Risiko
• Versicherungstechnisches Risiko
Prof. Dr. Elmar Helten

[ 11.15 – 11.45 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 11.45 – 12.45 ]
Besonderheiten des Versicherungsgeschäfts und ihre Auswirkungen auf die Rechnungslegung
• Rechtliche und wirtschaftliche Formen von Versicherungsunternehmen
• Zahlungsströme des Versicherungsgeschäfts
• Eigenschaften der Versicherung und Abbildung in der Rechnungslegung
• Adressaten der Versicherungsbilanz
Prof. Dr. Elmar Helten

[ 12.45 – 13.45 ] Gemeinsames Mittagessen

[ 13.45 – 14.30 ]
Grundlagen der Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen
• Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens
• Zwecke handelsrechtlicher Rechnungslegung
• Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB)
• Wesentliche Gewinnermittlungsprinzipien
• Weitere Gewinnermittlungs-GoB
• Informations-GoB
Barbara Gsottschneider, Accounting Policy, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

[ 14.30 – 15.15 ]
GuV, Anhang und Lagebericht eines Versicherungsunternehmens
• Abbildungsprinzipien der GuV von Versicherungsunternehmen
• Primär- und Sekundärprinzip
• Umsatz- und Erfolgsprinzip
• Gesamtbestands- und Spartenrechnungsprinzip
• Gesamterfolgs- und Teilerfolgsprinzip
• Brutto- und Nettoprinzip
• Überblick über Anhang und Lagebericht
Barbara Gsottschneider

[ 15.15 – 15.45 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 15.45 – 17.00 ]
Struktur, Ansatz und Bewertung in der Versicherungsbilanzierung
• Überblick über Rechnungslegungsvorschriften für Versicherungsunternehmen
• Bilanzstruktur eines Versicherungsunternehmens
• Überblick über den Ansatz und die Bewertung von Aktiva
• Überblick über den Ansatz und die Bewertung von Passiva
Barbara Gsottschneider

[ 17.00 – 17.45 ]
Internationalisierung der Versicherungsbilanzierung
• Unterschiede zwischen Rechnungslegungssystemen
• Bedeutung internationaler Rechnungslegung für deutsche Versicherungsunternehmen
– US-GAAP
– IFRS
– IFRS 4 für Versicherungsverträge
– Phase 2 des Projekts „Insurance Contracts“
Barbara Gsottschneider

[ 17.45 – 18.00 ] Abschlussdiskussion
Ende des ersten Seminarmoduls


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Modul 2: Internationale Versicherungsbilanzierung

[ 9.00 – 9.30 ]
Eröffnung durch den Seminarleiter
Begrüßung, Zielsetzung, Vorstellungsrunde

Versicherungstechnik

[ 9.30 – 10.15 ]
Begriffsbestimmungen und Formen von Rückstellungen
[1. Termin] Dr. Frederik Boetius, Diplom-Mathematiker, Wirtschaftsprüfer, Aktuar (DAV),
Senior Manager, KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG
[2. Termin] Dr. Peter Ott, Wirtschaftsprüfer, Aktuar, Steuerberater, Partner, KPMG

[ 10.15 – 11.00 ]
Spezifische Rückstellungsbildung von Versicherungsunternehmen
• Versicherungstechnische Rückstellungen nach HGB
• Überblick über den Ansatz von versicherungstechnischen Rückstellungen
• Überblick über die Bewertung von versicherungstechnischen Rückstellungen
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

[ 11.00 – 11.30 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 11.30 – 12.15 ]
Versicherungstechnische Rückstellungen nach US-GAAP
• Einteilung von Versicherungsverträgen nach US-GAAP
• Überblick über den Ansatz und die Bewertung von versicherungstechnischen Rückstellungen nach US-GAAP
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

[ 12.15 – 13.00 ]
Einzelne versicherungstechnische Rückstellungen
• Beitragsüberträge
• Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
• Deckungsrückstellung
• Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

[ 13.00 – 14.00 ] Gemeinsames Mittagessen

[ 14.00 – 14.45 ]
Einzelne versicherungstechnische Rückstellungen
• Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
• Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

Bilanzierung der Rückversicherung

[ 14.45 – 15.30 ]
Grundzüge und Zahlungsströme der Rückversicherung
• Definition und Funktionen der Rückversicherung
• Formen der Rückversicherung
• Vertragsrechtliche Formen
• Versicherungstechnische Formen
• Preiskomponenten der Rückversicherung
• Haftung der Rückversicherung
• Depotbestellung
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

[ 15.30 – 16.00 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 16.00 – 16.45 ]
Bilanzierung der Rückversicherung
• Bilanzierung nach HGB
• Abrechnungsforderungen und –verbindlichkeiten
• Depotforderungen und –verbindlichkeiten
• Ausweisvorschriften
• Bilanzierung von Verpflichtungen aus Rückversicherungsverträgen
• Bilanzierung von retrospektiven Verträgen
• Bilanzierung nach US-GAAP
• Kriterien für die Anerkennung eines Rückversicherungsvertrages
• Bilanzierung von Rückversicherungsverträgen nach US-GAAP
• Bilanzierung von nicht als Rückversicherung eingestuften Verträgen
• Bilanzierung von Mehrjahresverträgen
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

Latente Steuern

[ 16.45 – 17.30 ]
Latente Steuern und Shadow Accounting
Dr. Frederik Boetius / Dr. Peter Ott

[ 17.30 ] Fragen und Diskussion

[ 18.00 ] Ende des ersten Seminartages des zweiten Seminarmoduls


[ 9.00 – 9.15 ]
Eröffnung des zweiten Seminartages durch den Seminarleiter

Bilanzierung des Vermögens in Versicherungsunternehmen

[ 9.15 – 10.00 ]
Aktivseite
• Aktivseite nach HGB
• Aktivseite nach US-GAAP und IFRS
• Immaterielle Vermögensgegenstände und Immobilien
• Ansatz und Bewertung einzelner Kapitalanlagen nach HGB, US-GAAP und IFRS
Michael Sprenger, Leiter Accounting, MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH

Finanzinstrumente

[ 10.00 – 10.45 ]
Finanzinstrumente nach IFRS und US-GAAP
• Einteilung und Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen in Kategorien
• Through Profit or Loss
• Held-to-Maturity
• Loans and Receivables
• Available for Sale
Michael Sprenger

[ 10.45 – 11.15 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 11.15 – 12.00 ]
Weitere Finanzinstrumente
• Einlagen bei Kreditinstituten
• Andere Kapitalanlagen
• Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft
• Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
• Sonstige Vermögensgegenstände
• Rechnungsabgrenzungsposten
• Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Michael Sprenger

[ 12.00 – 12.45 ]
Hedge Accounting nach IAS 39
• Zielsetzungen des Hedge Accounting
• Anforderungen an die Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente
• Bilanzierungsvorschriften
• Fair-Value Hedge von Zinsänderungsrisiken auf Portfoliobasis
Michael Sprenger

[ 12.45 – 13.45 ] Gemeinsames Mittagessen

[ 13.45 – 14.30 ]
IFRS 4 für Versicherungsverträge
• Zielsetzung
• Anwendungsbereich
• Ansatz- und Bewertungsvorschriften
Dr. Roman Sauer, Accounting Policy, Allianz SE


[ 14.30 – 15.45 ]
Problemfelder in Phase I
• Asset-Liability-Mismatching
• Unbundling und Embedded Derivates
• Ermessensabhängige Überschussbeteiligung
• Rückversicherung
• Erwerb von Versicherungsunternehmen und –beständen
• Offenlegungsvorschriften
Dr. Roman Sauer

[ 15.15 – 16.15 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 16.15 – 17.30 ]
IFRS 4 – Fair-Value-Bilanzierung
• Phase II des Projekts “Insurance Contracts”
• Grundzüge einer Fair-Value-Bilanz
• Problemfelder in Phase II
Dr. Roman Sauer

[ 17.30 – 17.45 ] Abschlussdiskussion
Ende des zweiten Seminartages des zweiten Seminarmoduls



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Modul 3: Jahresabschlussanalyse

[ 9.00 – 9.15 ]
Eröffnung durch den Seminarleiter
Dr. Werner Rockel, Financial Reporting and Data Management, Münchener Rückversicherungsgesellschaft

[ 9.15 - 10.45 ]
Grundlagen der Bilanzanalyse und Jahresabschlusspolitik
• Wesentliche bilanzielle Einflussgrößen
• Bilanzierung der Finanzinstrumente
• Bilanzierung der versicherungstechnischen Rückstellungen
• Möglichkeiten und Grenzen der Jahresabschlusspolitik
Dr. Werner Rockel

[ 10.45 – 11.15 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 11.15 – 12.45 ]
Kennzahlenkataloge
• Begriff und Elemente der Jahresabschlussanalyse
• Kennzahlen und Kennzahlensysteme
• Analyse der Ertragslage
• Analyse der Sicherheitslage
Dr. Werner Rockel

[ 12.45 – 13.45 ] Gemeinsames Mittagessen

[ 13.45 – 15.15 ]
Weitere Instrumente der Bilanzanalyse und eine Fallstudie
(Praxis der Bilanzanalyse)
• Grenzen der Aussagekraft von Bilanzkennzahlen
• Analyse der Zahlungsströme (Kapitalflussrechnung)
Analyse des Lageberichts
• Analyse der künftigen Entwicklung (Risiko- und Chancenbericht)
Dr. Christian Schaffer, Group Accounting – Analysis & Reporting, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

[ 15.15 – 15.45 ] Pause mit Kaffee und Tee

[ 15.45 – 17.15 ]
European Embedded Value und Value Based Management
• Kapitalmarktperspektive
• Kennzahlen der Analysten
• Verwendung von Multiplikatoren
• Ökonomische Sichtweise
Dr. Christian Schaffer

[ 17.15 – 17.30 ]
Abschlussdiskussion
Ende des dritten Seminarmoduls


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